Jule Fahrenkrog-Petersen

Mensa | 1998

Wettbewerbsbeitrag zu Umgestaltung des Mensainnenhofes Weimar| mit Janka Heim und Claudia Thiesen

Der Mensa-Innenhof als Kommunikationsknoten wird zum Sammelbecken und Anziehungspunkt von Informationen, Gerüchten und Entertainment. Tagsüber ist er vorrangig Café, Abstellraum für Fahrräder und Verkehrsfläche. Am Abend verwandelt sich der Platz. Er wird zu einem Ort für Konzerte, Filmnächte, Parties etc

Der Entwurf basiert auf der Idee, einen Pool zu implantieren. Der Verbinder und der Torbogen zur Marienstrasse werden entfernt. Anhand signifikanter Attribute eines Schwimmbades bildet sich der neue Charakter des Ortes. Illuminierte Geländer an den Gebäudefassaden zur Marienstraße führen zum Durchgang in den Innenhof; d.h. zum Pool. Die zweigeteilte Mauer mit den Aufschriften: SCHMIMMER und NICHTSCHWIMMER bildet den nach innen verlegten Eingangsbereich. Ein Spalt ist Auftakt für die Passage zum Park. Dieser bietet den direkten Sichtkontakt über den Platz bis hin zum Parkeingang, dieser soll wiederbelebt werden.

Ein Turm dient als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Von ihm aus gelangt man rechts in die Mensa, links in das Hörsaalgebäude, vorwärts ins Café, hinaus auf die Strasse und gerade durch zum Park. Desweiteren ist er die notwendige Plattform für technisches Equipment bei Veranstaltungen. Der darunter liegende erhöhte Halbkreis zwischen Wasserbecken und Café formt die Bühne. Der Zugang zum Turm wird das umgebaute Treppenhaus des "Ambulatoriums" sein. Die Sprungbrettbalkone an der Westfassade sind Korrespondenzpartner des Turmes und Fänger der Sichtachse des Durchgangs zum Park. Der Haupteingang der Mensa wird zur Hofseite geöffnet.

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